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Kurzbiographie - Von Miriam Volmert
M.A. HamburgBernd Heidenreich, 1951 in Warburg
/ Westfalen geboren, zog es nach Abschluss seiner Maler- und Lackiererlehre Anfang
der siebziger Jahre zunächst nach Bamberg, wo er unter anderem als Kirchenmaler
tätig war. In engem Kontakt zur dortigen Kunstszene, der beispielsweise der Augsburger
Maler und Graphiker Jörg Scherkamp angehörte, wandte sich sein Interesse der Kunstmalerei
zu. Bald begann er seine ersten künstlerischen Skizzen und Zeichnungen anzufertigen
und es entstanden frühe Porträtarbeiten in Öl. Schon wenige Jahre später nahm
er an der bundesweit gezeigten Ausstellung 450 Jahre deutscher Bauernkrieg (1975)
teil. In diesen frühen Werken ist seine Affinität zur realistischen Darstellung
bereits angelegt, die sein gesamtes Kunstschaffen durchziehen wird. |
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| In den achtziger Jahren lebte Bernd Heidenreich
unter anderem in Berlin und Düsseldorf, wo er seine Beschäftigung mit der Tradition
des europäischen Realismus intensivierte und künstlerische Auftragsarbeiten ausführte.
Seine Motivwahl speist sich auch aus den vielen Auslandsaufenthalten dieser Jahre
– zum Beispiel in Ostasien, Spanien und Italien –, die seiner künstlerischen Intention,
den Alltag der Fremde einzufangen, entgegenkamen. Fixiert in Skizzen und Fotografien,
wurden seine Eindrücke in Gemälden zu Szenen verdichtet, die dem Betrachter die
innere Dynamik des Lebens nahe bringen. Ein Zeugnis dieser einsetzenden, bis in
die Gegenwart fortgeführten Beschäftigung mit diesem Sujet bot der 1988 organisierte
Warburger Kunstmarkt, an dem sich der Maler beteiligte. In dieser Zeit begann
sich sein Realismuskonzept zu festigen, welches den namenlosen Menschen allein
ins Zentrum der Darstellung rückt und die Schwierigkeit reflektiert, das ‚moderne
Leben’, dessen Begriff längst selbst in die Historie gebannt ist, noch eindeutig
charakterisieren zu können. Seit 1990 lebt Bernd Heidenreich wieder in Warburg.
Seitdem führte er zahlreiche Auftragsarbeiten aus und wirkte in verschiedenen
Ausstellungsprojekten der Galerie Aratora im Artern / Thüringen mit. Neben der
Einzelausstellung seiner Werke (1993) ist beispielsweise die Ausstellung Köpfe
(2000/2001) zu nennen, in welcher Porträts von Bernd Heidenreich und Hans Joachim
Triebsch gezeigt wurden, oder die Ausstellung Sinnbild und Landschaft (1998),
die unter anderem auch Arbeiten von Günther Grass und Alfred Hrdlicka umfasste.
In Heidenreichs Heimatstadt Warburg selbst war 1992 in der Einzelausstellung Menschen
und Landschaften ein umfassender Einblick in sein Werk gegeben. 2004 bot sich
im Warburger Museum im „Stern“ mit der Präsentation seiner Porträts und Landschaften
die Gelegenheit, einen repräsentativen Querschnitt aus seiner jüngsten Schaffensperiode
zu sehen. | |